Agiles Projektmanagement – Agile Prinzipien

08. Mär 2021

Agiles Projektmanagement – Agile Prinzipien

Nachdem wir das Agile Projektmanagent in einem anderen Beitrag bereits kurz erklärt haben, möchten wir nun auf die agilen Prinzipien eingehen.

Die agile Pyramide zeigt die Interaktion agiler Prinzipien, Werte und Methoden auf. Sie definieren die allgemeinen Leitvorstellungen in Bezug auf die Mitarbeiter und unverhandelbare Leitlinien für die Handlung der Tätigkeiten innerhalb agiler Organisationen und Teams. Sofern diese Definition festgelegt ist, folgen Weitere schematisierte und operativ festgelegte Verfahrensweisen. Ein allgemein gültiger Handlungsrahmen wird für agile Teams bzw. Organisationen festgelegt und durch agile Grundregeln aufgestellt.

Zunächst sollte geklärt werden, was die gemeinsamen Ziele sind und von wem oder was dies abgeleitet wird. Das ist das Fundament und das Team bzw. die ganze Organisation benötigt ein einheitliches Verständnis dafür, damit agiles Arbeiten überhaupt möglich wird. Vorrangig sollte die Vision geklärt sein: Warum und wozu eigentlich? Geht es um eine Vision zu einem Produkt? Oder um eine Vision für eine Organisation?

Auf betrieblicher Ebene geht es bei kurzfristigen Zielen um Projektziele oder mtl. Sprints. Hierbei ist darauf zu achten, dass sie mit den langfristigen Zielvorstellungen Hand in Hand gehen. Anstatt sich gemeinsam auf eine Richtung zu konzentrieren, ist es weitaus effektiver sich mit Leitbildern auseinanderzusetzen.

Das nächste agile Prinzip richtet sich unmittelbar nach den Bedürfnissen des Kunden. Nicht um dem Kunden das Ruder in die Hand zu geben, sondern um den Kundenwunsch mit der höheren Zielrichtung des eigenen Teams bzw. innerhalb der eigenen Organisation abzugleichen. Die Zentrierung auf den Kunden als agiles Prinzip bedeutet, die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zu begreifen und ihn in den Schaffensprozess miteinbeziehen.

Autonomie

Bevollmächtigte und autonome Teams stehen für das Dritte agile Prinzip. Das bedeutet, dass sich Teams eigenmächtig organisieren und selbständig Entscheidungen treffen können. Um Chaos zu vermeiden und das Risiko zu minieren, dass Zahnräder im Schaffensprozess nicht ineinandergreifen, ist das gemeinsame Verständnis der kollektiven Ziele (das erste agile Prinzip) unbedingt erforderlich.

Teamgrösse

Um im Team uneingeschränkt handlungsfähig zu bleiben, sind agile Teams eher klein. So müssen sie nicht zwangsläufig in eine statische Struktur gepresst werden und bleiben somit flexibel. Das Zusammenstellen eines agilen Teams ist von ihren agilen Erfahrungen abhängig. Als sinnvolle Grösse könnte man etwa 2-5 Personen nennen. Lieber nur 2 Personen, die ein Projekt vollumfänglich betreuen, als die Aufgaben auf zehn Personen und Teilaufgaben aufzusplitten. Das erhöht die Effektivität und ist im Sinne des Agilitätsprinzips.

Takt und Kontinuität

Takt und Kontinuität ist ein weiteres agiles Prinzip. Gemeint ist das selbständige Organisieren der Arbeitsabläufe innerhalb eines festgelegten Rhythmus. Hierdurch werden die Auswirkungen vorhersagbar, was zusätzliche Sicherheit und Kontrollmöglichkeiten bietet. Dadurch wird nebenbei die Zusammenarbeit sowie die Lernfähigkeit gestärkt.

Fokussierung – Limitierung

Eine echte Herausforderung für Führungskräfte ist das agile Prinzip der Fokussierung. Hierbei geht es um schwierige Entscheidungen die getroffen werden. Dazu muss festgestellt werden, welche Aufgaben hinten angestellt werden können, und welche konsequent priorisiert werden müssen. Dafür ist ein grosses Verständnis darüber von Nöten, welchen Wert eine Aufgabe zu den Bedürfnissen eines Kunden, oder innerhalb eines Teams oder Organisation einnimmt. Der bedeutsamste Wertbeitrag wird an höchster Stelle priorisiert. Damit ist sichergestellt, dass die notwendigen Aktionen für alle Beteiligten zur richtigen Zeit erfolgen.

Persönliche Kommunikation

Die persönliche Kommunikation als agiles Prinzip ist die Grundlage agiler Praktiken.

Es braucht etwas Routine, Taktgefühl und Ausdauer. Als eingespieltes Team wirkt es motivierend und beschleunigend und fördert einen positiven Zusammenhalt.

Einfachheit

Die Einfachheit als agiles Prinzip heisst Aufgaben so unkomplizierte wie möglich zu halten, jedoch ohne nachlässig zu werden. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Nicht selten sind Projekte unnötig aufgebläht. Da agile Prinzipien häufig bei hochkomplexen Projekten eingesetzt werden, ist dieser Punkt ein äusserst wichtiger Aspekt.

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